* German only *

THIRTY SECONDS TO MARS waren mit ihrem aktuellen Album „America“ auf „Monolith“ Tour.

Letzte Woche Donnerstag waren sie in der Mercedes-Benz Arena in Berlin zu Gast.

Dieses Mal waren nur die Brüder Jared (Frontmann) und Shannon Leto (Drummer) als THIRTY SECONDS TO MARS unterwegs. Gitarrist Tomo war dieses Mal aus familiären Gründen nicht dabei – sehr schade!

Bevor die Show losging, lief auf den LED Wänden links und rechts der Bühne für das „Camp Mars“, welches auch dieses Jahr wieder im August stattfindet.

Die Bühne war fast quadratisch und wurde weiter in die Halle geschoben, sodass die Fans um die Bühne herum stehen konnten. Schöne Idee!

Nach dem Trailer wurde es düster und ein sehr unangenehmer Bass ertönte, der gefühlt eine Ewigkeit nicht aufhörte.

Dann, endlich, bewegten sich die fünf LED Wände, die die Bühne verdeckten, nach oben.

Darunter kamen zum Vorschein: Jared und Shannon – THIRTY SECONDS TO MARS.

Parallel dazu schrien sich die Fans in der ersten Reihe die Seele aus dem Leib.

Die LED Wände bewegten sich während der Show in alle möglichen Richtungen, das war es dann aber auch schon mit der Show in der riesigen Halle mit tausenden Gästen – irgendwie hat man da ein bisschen mehr erwartet.

 

Vielleicht ging es nicht nur mir so, aber es war schwierig, das Konzert zu genießen: Auf der Bühne waren die gesamte Zeit über Kameramänner und –frauen, die filmten, fotografierten und für Social Media Aufnahmen machten. Vielleicht hätte das ein wenig reduziert werden können…

Da die neuen Songs sehr viele elektronische Elemente beinhalten, wurde viel mit Playback gearbeitet (inklusive den schönen Chören auf Platte). Shannon, Jared und die Gastmusiker spielten ihre Parts dann einfach live mit drauf. Im Prinzip nicht schlimm, nur wirkte es an manchen Stellen, als wäre man einfach in einer riesigen Disko.

Allerdings ist Jareds Stimme immer noch genauso powervoll, wie die Fans es gewöhnt sind.

Bei „The Kill“ kam das Publikum auch in den Genuss ein bisschen in der Vergangenheit zu schwelgen, inklusive der „Screamparts“ in dem Song.

Insgesamt war es eine gute Show. Jedoch waren meine Erwartungen anscheinend einfach zu hoch. THIRTY SECONDS TO MARS machen einfach keinen Rock mehr und deswegen sprang der Funke bei vielen während des Konzertes einfach nicht über. Es wirkte, als würde Jared manchmal nicht genau wissen, was genau er jetzt auf der Bühne tun soll.

Alles in allem: Wenn ihr die Band dieses Jahr auch noch live sehen solltet, denkt einfach nicht zu sehr über das drum herum nach, genießt die Musik und stellt euch darauf ein, dass THIRTY SECONDS TO MARS so gut wie keine Rocksongs mehr live performen.

PHOTOS

Advertisements